Sei auf dem Laufenden:

Danke an alle die dieses tolle Festival mit uns gefeiert haben!
Das war ein heißer und staubiger Ritt.

Es war fast perfekt, dennoch gab es zwei Pannen:

  • Der Caravan-Platz war leider zu klein. In den letzten Jahren kommen immer mehr Leute mit Caravans, da müssen wir in Zukunft gucken, wie wir das besser hinkriegen.

  • Am Sonntag Abend gab es einen Wasserrohrbruch in der Gegend. Dadurch hatten wir keinen Druck mehr auf unseren Leitungen und mussten leider die Toiletten und Duschen für einige Zeit schliessen. Es standen nur noch die Dixis zur Verfügung. Gegen so etwas kann man sich leider nicht absichern.

Für uns war es eine riesige Motivation weiter zu machen und wir setzten uns direkt an die Planung fürs nächste Jahr.
Das nächste Ruhrpott Rodeo ist vom 5. bis zum 7. Juli 2019.

Ein ganz großer Dank gilt allen ohne die das Rodeo nicht möglich wäre: OKS Security Service, das DRK, die Working Class Crew, unserer Elektriker Mike, das Personal an den Theken & Kassen, Paula und Anika vom Artist Village, die vielen leckeren Foodstände, TDA Rental GmbH, Tommi Mann, Häwie & Burghard,
killerartworx, die Brandwache von NWG-Feuerschutz, Punker Arne und seine Crew, Die Merchcrew von punk.de, Spiller & Hugo, Subway to Peter Catering...
und natürlich unser wundervolles Publikum!

Erholt euch alle gut und leckt erst mal eure Wunden.
Wir sehen uns im nächsten Jahr!

Der Vorverkauf ist beendet.
Es gibt noch genug Tickets für alle Tage an der Tageskasse.
Campingtickets gibt es auch noch.
Es gibt keine Caravantickets mehr. Der Platz ist voll!

Heute um 18 Uhr beginnt schon die Anreise.
Sattel dein Pferd und komm vorbei :-)

Preise Tageskasse :
Kombitickets : 90 Euro
Tagesticket : 48 Euro
Camping incl Müllpfand : 15 Euro

Das Gelände ist komplett aufgebaut.

Der Vorverkauf im Shop hier auf der Seite läuft noch bis morgen, Donnerstag, 5.7. um 12:00 Uhr.
Es gibt noch Kombitickets und Einzeltickets für alle Tage.

Oben unter „downloads“ könnt ihr einen Zeitplan runterladen und sehen welche Band an welchem Tag spielt. Natürlich fahren auch wieder unsere Shuttlebusses vom Bahnhof Feldhausen zum Festival und zurück. Also, schnell noch Karten sichern und dann Tasche packen!

Und jetzt mal ehrlich, das Wetter ist uns ja schon fast peinlich... gibt es im Universum irgendeine übergeordnete Instanz, die ein Herz für Punkrock hat? Wahrscheinlich ja...
In 12 Jahren Ruhrpott Rodeo sind wir zum Glück noch nie so richtig abgesoffen, aber die Prognosen für dieses Wochenende sind einfach perfekt!!!
Es wird unglaublich geil!

Glück Auf

Eure Rodeo-Crew

 


Mit Songs wie „Raum der Zeit“ und „Hey Thomas“ haben sie Punkrock-Geschichte geschrieben und nach ihrer Reunion ordentlich nachgelegt. Daher freuen wir uns sehr, die Schwaben dieses Jahr wieder auf dem Ruhrpott Rodeo begrüßen zu dürfen. Im Interview hat Sänger Axel mit Diana über Spießerviecher und die Schönheit des Verfalls gesprochen.


Foto: André Noll

Ihr werdet Anfang 2019 auf eine große „Schönheit des Verfalls“-Tour gehen. Wie viel Arbeit steckt für euch als Band im Vorfeld dahinter?
Sehr viel Arbeit auf sehr vielen Ebenen. Die Planung beginnt schon auf der Tour davor. Dann sind wir mittendrin und sehen, was beim nächsten Mal besser laufen könnte. Auf der Bühne fühlen wir uns wohl, das ist unser Milieu und da gehören wir hin. Der WIZO macht Kammermusik und das funktioniert in kleinen dunklen Clubs am besten. Auf Festivals ist es hingegen etwas schwerer, diese Energie zu erzeugen, weil die Leute rundherum durch Pommesbuden und andere Dinge abgelenkt sind. Doch wenn die Stimmung erst mal zu brodeln beginnt, gibt es auch unter freiem Himmel kein Halten mehr. Unterm Strich ist das Touren der zentrale Höhepunkt unseres Schaffens. Denn der Dialog mit dem Publikum ist wichtig, um zu sehen, ob unsere Message ankommt. Das hält den WIZO-Motor am Laufen.

Tierbaby-Revolution

Auf dem Tour-Plakat ist eine alte Dackeldame zu sehen. Was hat es damit auf sich?
Wir beschäftigen uns schon lange mit unserem eigenen Verfall, aber wollten das Älterwerden bislang nie in den Mittelpunkt stellen. Doch in letzter Zeit ist uns bewusst geworden, dass der Verfall nicht nur uns, sondern auch die politischen, moralischen und gesellschaftlichen Entwicklungen um uns herum betrifft. In Deutschland sitzt die AfD im Bundestag, in den USA ist ein Vollidiot an der Macht und plötzlich reden wir wieder über Dinge wie einen Atomkrieg. Kein Wunder, dass wir manchmal die Schnauze voll von schlechten Nachrichten haben und uns stattdessen lieber Tiervideos im Internet angucken. Dabei ist mir die Arbeit von Tierfotografin Amanda Jones wieder eingefallen, die u. a. ihren Dackel Lily als Welpen und 15 Jahre später als Greisin fotografiert hat. Das passte perfekt und Amanda war so gerührt davon, dass wir ihrer Lily ein Denkmal setzen wollen, dass sie uns sämtliche Bildrechte eingeräumt hat. Zudem passt die Hundedame natürlich perfekt, da ein Dackel als DAS deutsche Spießerviech gilt und auf Schwäbisch so viel wie „Depp“ bedeutet. In diesem Sinne sind wir doch alle Dackel.

Ihr seid als Fun-Punks bekannt und dennoch spielt Politik eine große Rolle in eurer Musik. Wie findet ihr dabei die richtige Balance?
Gleich vorweg: Wir arbeiten an neuen Songs, können aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht versprechen, dass die Platte bis zur Tour fertig wird. Grundsätzlich beschäftigen wir uns sehr intensiv mit ernsten Themen, aber versuchen uns dabei nicht zu ernst zu nehmen. Die Texterei ist in den letzten Jahren schwerer für mich geworden. Auf der letzten Platte habe ich mich aufgrund der aktuellen Lage dazu entschlossen, komplizierte Themen herunterzubrechen, um dem vorherrschenden Rechtspopulismus den nötigen Linkspopulismus entgegenzusetzen. Doch gleichzeitig ärgere ich mich darüber, dass die Rechten es durch ihre laute Brüllerei schaffen, uns die Form zu diktieren. Dabei sind die Themen es eigentlich wert, im Detail betrachtet zu werden. Denn wenn eine Million Menschen vor Kriegen flüchten, stecken da eine Million Schicksale hinter. Es ist eine echte Herausforderung für mich, Themen wie diese in dreiminütige Punkrock-Songs zu pressen. Auf der anderen Seite hilft mir diese Limitierung auch dabei, auf den Punkt zu kommen.

Punker-Klassentreffen

Mit der Band Radkey aus den USA werdet ihr nächstes Jahr einen Hammer-Support-Act im Gepäck haben. Wie kam es dazu?
Die meisten unserer Gastbands entdecken wir auf YouTube und laden sie dann ein. Bei Radkey war das anders, denn als sie vor drei Jahren erstmals in Europa auf Tour waren, sind sie direkt zu Feuilleton-Lieblingen geworden. Es ist die einzigartige Mischung, die sie so besonders macht: Drei schwarze Brüder, die Punkrock machen und dann auch noch mit dieser krassen Danzig-Stimme überraschen. Das sind drei Punkte, die uns in unserer Erwartungshaltung gleichermaßen fesseln wie verstören. Jedenfalls hatten wir sie damals schon als Support angefragt, was leider nicht geklappt hat. Im Anschluss waren sie in den USA mit Jack White auf Tour und auch Descendents-Produzent Bill Stevenson ist auf sie aufmerksam geworden. Umso toller für uns, dass es diesmal geklappt hat und sie uns auf zwölf Shows supporten werden – zumal sie mittlerweile noch punkrockiger geworden sind.

Und zum Schluss: Welche Erinnerungen verbindet ihr mit dem Ruhrpott Rodeo?
Da gibt es haufenweise schöne Erinnerungen. Denn das Ruhrpott Rodeo hat bei unserer Reunion eine große Rolle gespielt. Ich kenne Alex schon sehr viele Jahre und habe mit ihm oft Musik gemacht, als es kein WIZO mehr gab. Das Rodeo hat uns schließlich geholfen, wieder auf die Beine zu kommen, nachdem wir ein paar Jahre zuvor diese großschnäuzige Abschiedstour gespielt haben. Aber auch vor zwei Jahren hatten wir wieder jede Menge Spaß in Hünxe. Im Grunde ist es großes ein Klassentreffen, bei dem man unfassbar viele Bekannte trifft. Ich nenne es gerne das „Kellerman’s Resort“ für Punker. Wer „Dirty Dancing“ gesehen hat, weiß wovon ich rede. Das Ruhrpott Rodeo war für uns bisher immer der Idealfall eines Festivals – wie ein großes Clubkonzert, bei dem der Pogo bereits das Dach und die Mauern pulverisiert hat. Wir haben keinen Zweifel daran, dass es auch dieses Jahr wieder ein absolutes Highlight für uns wird.

 

Interview: Diana Ringelsiep

 

 

Die Schweden haben bisher noch jede Bühne abgerissen. Daher freuen wir uns sehr, sie auch in diesem Jahr auf dem Ruhrpott Rodeo begrüßen zu dürfen. Power-Frontfrau Cecilia hat unserer Reporterin Rede und Antwort gestanden. Wer hätte gedacht, dass sie sich ausgerechnet auf drei der deutschen Acts besonders freut?

Glückwunsch erst mal zu eurem großartigen Album „Radio Rebelde“. Ihr seid jetzt schon eine Weile damit unterwegs – wie ist das Feedback bisher?
Danke dir! Das Live-Feedback ist einfach großartig. Die Leute scheinen unsere neuen Songs zu lieben, sie singen fast alle Lieder mit und das funktioniert wunderbar. Von daher: Ja, wir lieben es, die Songs zu spielen.

Superkräfte tanken

Ihr habt vor ein paar Wochen Die Toten Hosen supportet und die Fotos davon waren der Wahnsinn. Wie war das für euch?
Es hat unfassbar viel Spaß gemacht, mit den Hosen zu spielen. Die Jungs sind einfach nur großartig. Sie sind alle super lieb und freundlich – was nicht nur auf die Band, sondern auf die gesamte Crew zutrifft. An dieser Stelle noch mal ein fettes Dankeschön dafür, dass wir dabei sein durften.

Ihr spielt dieses Jahr eine Riesen-Festival-Tour. Wie kommt ihr zwischen den Shows runter?
Haha! Gar nicht. Wir ruhen uns ehrlich gesagt nie richtig aus. Denn auch abseits der Festivals touren wir andauernd. Wenn wir nicht gerade in Deutschland unterwegs sind, spielen wir in Spanien oder Schweden. Da bleibt nicht viel Luft, um zur Ruhe zu kommen. Zuhause verbringen wir dann viel Zeit mit unseren Familien, aber natürlich gibt es dort auch jede Menge alltäglicher To-Dos, wie bei allen anderen Menschen auch. Die Kraft dafür liefern die Musik und unser Publikum. Wir lieben es, auf der Bühne zu stehen. Da oben tanken wir Energie und haben viel Spaß. Das macht die Tage wieder gut, an denen die Stimmung mal etwas gedämpft ist.

GRLPWR im achten Monat

Wir freuen uns so sehr, euch dieses Jahr wieder auf dem Ruhrpott Rodeo dabeizuhaben. Was ist deine schönste Erinnerung an unser Festival?
Das war natürlich die Show, bei der ich im achten Monat schwanger war. Ein sehr besonderer Moment; mein Sohn Juno liebt es, sich die Aufnahmen von damals anzuschauen. Das ist supersüß. Aber davon ab genießen wir die Zeit beim Ruhrpott Rodeo immer sehr. Die Atmosphäre in Hünxe ist einzigartig. Die Leute sind sehr nett und wir treffen dort immer Freunde. Zudem sorgt Alex immer für ein Killer-Line-Up! Beim letzten Mal haben wir viel Zeit mit unseren Freunden von Asta Kask verbracht, die am selben Tag gespielt haben wie wir. Mal sehen was uns diesmal erwartet.

Irgendwelche Acts, auf die du dich besonders freust?
Wir freuen uns schon total, unsere Freunde von der Antilopen Gang, Pascow und Feine Sahne Fischfilet wiederzutreffen. Außerdem zählt Anti Flag zu meinen Highlights. Aber ich bin mir sicher, dass das ganze Festival eine unvergessliche Party wird.

 

Interview: Diana Ringelsiep